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Eine Vision, wie zukünftige Gemeinden sein sollen



Vor der Infowand von MET (von links): Markus Henkes (MET-Vorsitzender), Patrick Hoogmartens (Bischof-Coadjutor aus Belgien), Klemens Armbruster (Erzbischöfliches Seelsorgeamt Freiburg)

 

Zum neunten Mal haben sich Kleriker, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter in Mannheim getroffen, um sich über die „Wege erwachsenen Glaubens“ zu informieren. Vom 10. bis 12. Juni 2004 kamen 52 Teilnehmer zu diesem „Mannheimer Seminar“, eine Veranstaltung des erzbischöflichen Seelsorge­amtes in Zusammenarbeit mit dem Mannheimer Evangelisierungsteam e.V. (MET). Bei der fast dreitägigen Veranstaltung ging es darum, wie mit Hilfe von Glaubenskursen Gemeindewachstum gefördert werden kann.

 

Gekommen waren dieses Mal Teilnehmer mit und ohne Glaubenskurserfahrung, viele Menschen aus anderen Diözesen und Bistümern Deutschlands, aber auch aus dem Ausland. So nahm der belgische Bischof-Coadjutor Patrick Hoogmartens mit mehr als zehn Personen aus den fünf flämischen Diözesen am Mannheimer Seminar teil, die meisten davon Verantwortliche in der Ausbildung oder in der Gemeinde­katechese, denn in Flandern lebt ein starker Wunsch, die Gemeindepastoral mehr evangelisierend zu gestalten.

 

Erzbischof Dr. Robert Zollitsch begrüßte die Teilnehmer in einem Brief, den Pfarrer Klemens Armbruster verlas. Darin heißt es: „Ich freue mich, dass die Seminare in Mannheim zum Thema ‚Wege erwachsenen Glaubens’ weiterhin ein gutes Echo finden und auf das Interesse der Multiplikatoren aus den verschiedenen Gemeinden stoßen. Zeigt die Nachfrage doch, wie sehr die Evangelisation, die Einführung erwachsener in den christlichen Glauben notwendig ist.“ Auch der Mannheimer Dekan Monsignore Horst Schroff begrüßte die Teilnehmer des Seminars und hob die Bedeutung der Evangelisierungsarbeit in der heutigen Zeit hervor.

 

Das Seminar war eine gute Mischung aus bisherigen Erfahrungen mit der Glaubenskursarbeit, aber auch neuen Erkenntnissen, die Pfarrer Klemens Armbruster im vergangenen Jahr gesammelt hat. Theorie und Praxis wurden dabei miteinander verbunden. Besonders wichtig waren auch die einzelnen Praxisberichte aus verschiedenen Pfarreien und Seelsorgeeinheiten.

 

Alle Erfahrungsberichte über Glaubenskursarbeit, zum Beispiel der Bericht eines Zweier-Teams von der Schwäbischen Alb über ihren sehr sparsamen und einfachen Glaubenskurs, die völlig professionell durchgeführten Kurse des WeG-Teams der Seelsorgeeinheit Elztal-Fahrenbach, der Erfahrungsbericht des WeG-Teams Sandhofen-Schönau oder die Erfahrungen des Teams aus Karlsruhe, haben den Teilnehmern des Seminars Mut gemacht, selbst mit Glaubenskursen in der eigenen Pfarrei oder Seelsorgeeinheit zu beginnen. Viele der Referenten sind auf Grund eines früheren Besuches des Mannheimer Seminars mit viel Freude und Liebe in die Evangelisierungsarbeit durch Glaubenskurse eingestiegen.

 

Das bestätigte auch der belgische Bischof-Coadjutor Hoogmartens in einem Dankesschreiben: „Es war für uns eine wirkliche Kirche-Erfahrung, Ihre Einführungen mitzumachen, wie auch die Erlebnisberichte der Zeugen, die in ihrer Gemeinde einen Glaubenskurs durchgeführt haben. Wir haben gleichsam eine Vision erfahren, wie die zukünftigen Gemeinden sein sollen. Vor allem haben wir gestaunt über die Freude, welche Christen mittels ihres Glaubenskurses alltäglich erfahren.“ MET hatte bei diesem neunten Mannheimer Seminar nicht nur die Organisation und Moderation übernommen, sondern vor allem die Aufgabe der Gastfreundschaft. Für die Teilnehmer war es wichtig, nicht von einem professionellen Küchen- und Organisations-Team betreut zu werden, sondern die Menschen zu erleben, die diese Glaubenskursarbeit ermöglicht haben.

 

Patrick Hoogmartens: „Wir waren ebenfalls froh, festzustellen, wie in Ihrem Kreis die durch die Jahre erworbene Sachverständigkeit verbunden wird mit Einfachheit und Gebet. Das Spezifische Ihres Pastoral-Projektes liegt darin, dass es neues Leben in die Gemeinschaften hineinbringt. Es handelt sich wirklich um neuen Wein in neuen Schläuchen.“ Mit dem Mannheimer Seminar leistet MET einen wichtigen Beitrag zur Evangelisierung, denn – wie der Erzbischof schreibt – es geht um „Multiplikatoren“. Dieser Wachstumsfaktor ist eine Frucht der MET-Arbeit.